Die aktiven Sportschützen der SG-Seulberg sind weit über die Grenzen
Friedrichsdorfs bekannt.
Wir qualifizieren uns regelmäßig für Hessische-
und Deutsche Meisterschaften und gewinnen Titel.
Auch der Breitensport kommt auf keinen Fall zu kurz.
So kann man auch ohne sportliche Ambitionen an Trainings- und Schiessnachmittagen teilnehmen.
Die SG-Seulberg wurde bereits 1524 gründet.
2023 feiern wir unser 500 Jähriges Schützenfest.
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Wir
pflegen traditionelle Schützenwettbewerbe und leisten mit unseren
Veranstaltungen
wie dem traditionellen Schützenfest einen wichtigen
Beitrag für die Geselligkeit in Seulberg
Von den ersten Anfängen der Schützengesellschaft in Seulberg ist
leider nichts überliefert. Allerdings trifft man in den Städten und
Dörfern der näheren Umgebung gerade zu auf eine Zusammenballung alt
ehrwürdiger Schützenformationen, wie z.b. Homburg 1390, Kronberg 1398,
Usingen 1422 und Oberursel 1464. Es kann davon ausgegangen werden, dass
in Seulberg unter ähnlichen Umständen und kaum wesentlich später eine
Schützenkompanie gegründet wurde. Das Jahr 1524 bringt uns die erst
urkundliche Nachricht von dem Bestehen einer Schützengesellschaft in
Seulberg. Die Stadtkasse Homburg verausgabte nämlich drei Albus für ein
Viertel Wein, welches ihren Schützen dargereicht wurde, als sie von dem
Seulberger Schießen zurückkehrten In dieser ersten urkundlichen
Erwähnung wird vom „Seulberger Schießen“ gesprochen. Gemeint ist das
Schützenfest, das alljährlich größte Fest Seulbergs, der Höhepunkt des
Schießjahres. Das zeigt, dass die „Schützenkompagnie“ neben ihrer
möglichen militärischen Aufgabe eine beachtliche gesellschaftliche
Bedeutung hatte. Am Beispiel der Einladung zu einem „freien Haubt-und
Ritter-Schießen“ am27.Juli 1716 in Homburg lässt sich zeigen, dass gar
nicht jeder ein Schütze werden konnte: Nur höchstens zwei Schützen
durften aus einer Büchse schießen. Das zwang jeden ,sobald als möglich
zum Kauf einer eigenen Waffe. Bedenkt man, wie wenig bares Geldes damals
gab, dann wird klar, dass die Schießkunst nur Wohlhabenden Offenstand.
Entsprechend wird in der Einladung dann auch von „den Herrn Schützen“
gesprochen; Schützen waren eben „Herrn“ und nicht irgendwer. Eigenartig
ist das Verhältnis der Seulberger Schützengesellschaft zur staatlichen
und örtlichen Verwaltung gewesen. Sicher darf man davon ausgehen, dass
die Mitgliedschaft freiwillig war. Trotzdem nennt sie sich noch1857
„Schützengesellschaft der Gemeinde Seulberg“. Dies und die wichtige
Rolle, die Schultheiß oder Bürgermeisterspielten,
deutendaraufhin,dassnochum1850dieGesellschafteine Art „halböffentliche
Institution“ war. Dementsprechend wendet sich die Verleihung von Fahnen
und Privilegien, die Stiftung eines Denksteins, die Gewährung von
Zuschüssen durch die Landgrafen von Hessen-Homburg nicht nur an die
Schützengesellschaft. Sie sind ebenso Ausdruck „für die der Gemeinde zur
Teil gewordene hohe Gnade“. Die eigenartige Verquickung der
Schützengesellschaft mit der politischen Verwaltung hat sich in
modernisierter Form erhalten: Bis heute ist der Bürgermeister kraft
Amtes 2.Schützenmeister,d.h.zweiter Vorsitzender der
Schützengesellschaft Seulberg. Außerdem ist „Schießen“ nicht nur ein
Vereinsfest sondern das Heimat- und Schützenfest ganz Seulbergs. Das
dabei durchgeführte „Freiheitsschießen“ ist zwar eine Veranstaltung der
politischen Gemeinde, es wird aber ausgerichtet von der
Schützengesellschaft. Der Bürgermeister beruft einen
„Siebener-Ausschuß“, der nach altem Schützenbrauch das
Freiheitsschiessen überwacht .Das Recht zum Freiheitsschiessen hat
Seulberg mindestens seit 1732. Im gleichen Jahr wurde von dem Landgrafen
die älteste „Freiheitsfahne“ an die Seulberger Schützen verliehen; und
selbst 1848 forderte und erhielt man eine dritte, die prächtigste Fahne.
Innerhalb von 125Jahren hielt es das Fürstenhaus drei mal für
geraten,„Freiheitsfahnen“„aller höchst gnädigst“ zu
verleihen;dasdeutetaufeinebeachtlicheDurchsetzungskraftderSeulbergerSchützenhin.Denn:welchesarme
Fürstenhaus „gewährte“ schon etwas freiwillig? Es sieht so aus, als
habe die napoleonische Herrschaft das Bestehender Seulberger
Schützengesellschaft vorübergehend unterbrochen. Erst 1824 bildete sie
sich neu. Überhaupt sind es Kriege und ihre Folgen, die den Bestand der
Gesellschaft am stärksten gefährdet haben: unersetzliche Verluste an
Mitgliedern, Verbote der Sieger, Not- und Mangelzeiten. Seit der erste
Hinterlader in der Schützengesellschaft Seulberg benutzt wurde, sind
noch keine 130 Jahre vergangen.
Vor 1879...